pozor!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

textpozor!

 

 

 

 

 

soulfood

 

scroll!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leb wie ein Journalist

Stell’ immer eine Frage mehr

Zeig and’ren wer Du bist

So geben sie von sich mehr her

Werd’ immer int’ressanter

Und stelle Schritt für Schritt dann fest

Du warst so was wie ein Verbannter

Fern fremder Welten – in Deinem warmen Nest.

 

Bist Du ein Alchimist?

Kannst Silberstaub in goldne Klumpen wandeln?

Doch frage ich – im Ernst – was ist

Der Zweck des Alchimisten Handeln?

Nur Silberstaub vermag im Sonnenlicht zu glitzern.

 

Bist ein Erforscher Deiner Welt?

Rennst schnell, es lockt der neuen Dinge Schein

Dein Geist sich mehr und mehr dadurch erhellt

Doch denk an Pausen dann und wann

Nicht für den Geist, nicht für den Willen, nein:

gib acht, dass Deine Seele folgen kann!

journalist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es lebt sich angenehm auf einem festen Fundament

Es steht sich sicher auf dem Monolithen

Doch wer den Lauf der Dinge kennt

Der muss auch ohne Fels dem Leben Stirne bieten

 

Der Monolith stützt uns in allen Lebenslagen

Er nennt sich Liebe, nimmt uns alle Fragen,

Die Ausdruck uns’res Zweifels sind

Doch schwinden Lieben, wie die Zeit verrinnt

 

Dann sind die Zweifel wieder da und brennen

Bis man erkennt, dass Vielfalt retten kann

Vor der Verzweiflung, die wir kennen

Der Blick vom Monolith sich hebt und irgendwann

 

sich zeigt, dass Leben voller Farben strotzt

und Felsen zu ersetzen sind und

man den vielen Fragen trotzt

man kann auf alle Antwort finden.

 

So hat man einen neuen Fels zu Füßen

aus vielen Stäben selbst gebaut

zusammen steh’n sie gleich dem Riesen

auf den man hat zuvor vertraut.

 

In einem Tunnel scheint das Licht

Da hinten kaum noch sichtbar

An Dunkelheit gewöhnt man sich

Das Leben wird im Dunkeln lichter

 

Doch kaum erscheint ein neues Glimmen

Das Felsgestalt zu haben scheint

Dann scheitert jegliches Besinnen

Wir wünschen es mit uns vereint.

 

stäbe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mensch, jetzt wird’s bald Herbst. Der Sommer war so geil.

So wie wir jetzt hier sitzen wird das nicht mehr so oft gehen, das hab ich mir vorhin schon mal gedacht.

 

Das war gerade auf dem Weg zur U-Bahn.

Nur’n T-Shirt an, da dacht’ ich: geil, der Sommer.

 

Die Frauen sind so tierisch sexy hier, gleich halb fünf, die frische Luft und alle grinsen fett. Ein open-air Tatoomuseum. Wummwummwumm im Hintergrund.

 

Es wird schon hell – ey, bist du beim letzten Loveboat mit am Start?

 

Jetzt geht das Scheiß-Gefriere wieder los, die elend lange Schlange an der Gard’robe. Das Zuhausebleiben, weil man nur noch pennen will.

 

Da kam Rave & Cruise letztes Jahr gerade recht, noch mal draußen feiern im Oktober – aber das gibt’s ja auch nicht mehr.

 

Komm, wir gehen wieder rein.

herbsttag

 

(nach rilke)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So geht es Menschen, die viel geben

Die Zeit verbraucht, die Kraft verrint

Die offen durch das Leben gehen

Nach wilden Tagen alle sind

 

Der Geist, der Körper: eine Einheit

Der Körper spürt, es ist soweit

Im Vorgriff nimmt er sich die Freiheit

Sein Recht zu fordern vor der Zeit

 

Jetzt muß der Geist die Kräfte ballen

Sie sammeln, bündeln, richten und

Durch alle Nerven muß es hallen:

Beruhige dich und werd’ gesund

erschöpfung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sein Geist ist vom Vorüberziehn der Leute

erschlafft, er kann sie nicht mehr unterschei­den

es ist, als ob es keine Menschen gäbe in der Meute

die letzte Kraft reicht nur, den Nächsten noch zu meiden

 

Nicht lange ist es her, als er im Mittelpunkte dessen stand

als er genoß, wie alle seiner Kraft teilhaftig werden wollten

als alles was er gab sich vielfach in ihm wiederfand

schier unerschöpflich und alle davon nehmen sollten

 

Es hebt sich der gesenkte Kopf und kurz darauf die Augenlider

es weicht die Dunkelheit nach kurzer Dauer

es kreist in seinem Schädel immer wieder

kein Käfig hier – zum Glück. Er ist ein freier Panther auf der Lauer.

panther

(nach rilke)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaum zu glauben, aber wahr

Ich war grad inner Tittenbar

Mein bester Kumpel lud mich ein

Der Dreißigste, heut’ muß es sein

Was soll ich sagen, lange Stangen

Von langen Beinen wild umfangen

Alle Damen fünf Minuten

Ließen uns ganz kurz vermuten

Wie es wäre ganz allein

Mit im Separée zu sein

Alter Mann aus USA

Erzählt danach, wie es dort war

30 Euro investiert

gierig Mumus angestiert

nicht berührt und nicht gevögelt

unbefriedigt rausgesegelt

sofort ab in die Toilette

danach eine Zigarette

„Nice to meet you, like a beer?

Pretty girls, I like it here!”

Und als der Ami so erzählt

Ein Bild entsteht von dem, was fehlt

Ein Al Bundy, der mal meutert

Ein Schimanski, angeheitert

Eine Frau, die unnahbar

Eine, die mal Jungfrau war

Wilde Körper – exzessiv

Gäste geben sich lasziv

Zungenpiercing...

...mit der Zunge spüren.

„Your beer....where the fuck is that guy?“

 

tittenbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

first there is noise.

 

someones mind gives it a structure and combines it with his thoughts. it will be realeased and bought by another one who combines it with other music giving it a structure. this runs through that cable into the headphones, then into the ears of that girl. it reaches her mind and brings the colour into her face.

 

other ones call it noise.

first there is noise

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autos Hetze Rote Ampeln

Und ich seh’ nur sie

 

Schreibtisch Kulis die Kollegen

Und ich seh’ nur sie

 

Mittagspause 12 Mark 80

Und ich seh’ nur sie

 

Länderspiel und Tagesthemen

Und ich seh’ nur sie

 

Männerabend Saufgelage

Und ich seh’ nur sie

 

Supermarkt und noch zum Bäcker

Und ich seh’ nur sie

 

Socken waschen Fenster putzen

Und ich seh nur sie

 

Tisch bestellen, Dates abmachen

Und ich seh’ nur sie

 

Stroboskope Doppelbaseline

Und ich spür nur sie

 

Rumgeknutscht und after hour

Und ich lieb’ nur sie

 

Durchgeschossen voll verspult

Und ich brauch’ nur sie

 

Völlig fertig nassgeheult

Ich will doch nur sie

 

Grinsend kommt sie um die Ecke

Sagt „Mich kriegst Du nie!“

allday

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

five faces watch what’s happening

BUT YOU’LL SEE ONLY ONE

if then you start discovering

YOU’LL FIND A VERY SPECIAL THING

five friends come up from time to time

BUT NEVER FIVE IN ONE

 

the other way around, my dear

TEN EYES ARE WATCHING YOU

that means, that in my mind, don’t fear

YOU ARE FIVE PERSONS, TOO

 

so let us ten go out tonight

EXPERIENCE THIS SPECIAL SIGHT

five faces

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

there is something stupid on my mind it is just like an awakening in the afternoon when you are not used to wake up see the sun shining through your window this is the moment it changes your day it is like a yellow call which makes you play a game which you never played before but there is somebody telling you that you must win it in spite of not knowing the rules but because you are the rule you run faster than ever before and everyone who is in your way decides to let you pass and follow you to find out where you are running to

running

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie jeder Fick vergeht

und jede Liebe

einmal nervt,

kriegst Du in Deinem Leben

immer das, was du verdienst

Doch leider selten wenn Du willst

und wenn’s dich kickt

ist’s bald vorbei.

 

Und wenn Du richtig geil auf Sachen wirst

die Du nicht kennst und sofort haben willst

so hol sie Dir, denk nicht daran,

dass Du dafür bezahlen mußt,

falls Du nicht gleich was findest,

was Dich wieder reizt.

 

Probier es aus, mach Sado, werd’ Buddhist, zieh Poppers, laß’ es wieder sein

mach alles mit, Du Sau,

doch bleib nicht kleben,

denn sonst bist Du im Arsch.

Freund, Halt bekommst Du davon nicht

Denk dran, dass Balancieren schwierig ist, besonders, wenn Du stehst.

Mann, bleib in Bewegung,

steh bloß nicht still und kippe

Und wenn Dich nichts mehr zieht renn los,

auch wenn Du keine Ahnung hast

wohin es wirklich geht

und schau was Dir begegnet,

vergiß was war,

sei frei!

 

stufen2000

 

(nach hesse)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Sommer voller Neuigkeiten

viel’ nette Dinge war’n gescheh’n

ließ mich von meiner Nase leiten

hab’ so viel Neues gern geseh’n

 

Ein Herbst, mit einer kurzen Reise

hat etwas seltsames gebracht

ein Mensch, der mir in unbekannter Weise

die Nacht zum Tag, den Tag zur Nacht gemacht

 

Die Leichtigkeit des Seins ich spürte

das Sein in einer bunten Welt

es war die Leichtichkeit die mich verführte

doch schnell die Tage war’n gezählt

 

Der Winter zeigte mir die Kälte

die hinter Grinsen sich verbirgt

das was zuvor mich noch erhellte

die Leichtigkeit hat mich gewürgt

 

Und sich von diesem Griff zu lösen

war schwer, da er, ganz unfaßbar

ein Griff des Schönen und des Bösen

zugleich an meiner Kehle war

 

Das Wandern zwischen diesen Welten

es war zuviel für einen Geist

so suchte ich mich aufzuspalten

und hab’ getrennt sie dann bereist

schizo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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